07.07.2018

Ich bin dann mal weg, Weizen!

Mein persönlichen Erfahrungsbericht zu meiner Ernährungsumstellung seit 2016.

Was zuvor geschah

Sommer 2016. Ich stand barfuss und oberkörperfrei vorm Badezimmerspiegel und starrte meinen Laib an. Plötzlich kamen meine jungen Kinder rein, schauten mich an und sagten fast zeitgleich: “Papa du bist dick.” Wow. So ehrlich habe ich mich noch nicht bewertet. Aber es sind Kinder, was wissen die schon… Tage später habe ich mich erneut im Spiegel gesehen und festgestellt: “Mist! Die Kids haben recht.”

Aber wie konnte es nur soweit kommen? Immerhin hatte ich bereits 2013 “Speck Ab!” entwickelt, um genau diesem Bauch den Kampf anzusagen und mein Wunschgewicht von 95 kg zu erreichen. Irgendetwas ist in den letzten Jahren ziemlich schief gelaufen, nur was? Tja, offenbar war ich selbst nicht immer ganz konsequent mit der App, und das Ergebnis waren dreistellige Werte auf der Waage. Mein ursprünglicher Plan, das Gewicht durch kalorienzählen zu kontrollieren war anstrengend, schmerzhaft und ermüdend. Ironie des Schicksals, dass der Entwickler von “Speck Ab!” seine eigenen Ziele nicht erreichen konnte. Ein neuer Ansatz musste her.

Daumen hoch für alle, die die nötige Disziplin hatten, mit Hilfe der App dauerhaft ihr Gewicht zu reduzieren.

Gewichtskurve 2016 bis 2018

Zur selben Zeit hat mir mein Bruder ein Buch empfohlen, subtil, indirekt: “Hey, ich lese gerade das Buch. “Weizenwampe von Dr. med. William Davis” Amazon Link. Vielleicht willst du es später auch mal lesen?” “Pha!”, dachte ich, “ein fachfremdes Buch lesen? Dafür hab ich doch keine Zeit. Und was soll da schon drin stehen, was mich weiter bringen sollte? Ich trink doch keine Weizen(-biere)… aber ok, ich setze es auf meine To-Do-Liste…”

Tage drauf habe ich mit meinem eBook Reader einwenig im Web gestöbert und Plötzlich war dieses Buch wieder da. Es rief: “Lies mich! Lies mich jetzt, bevor es zu spät ist.” Also kaufte ich es. Und ich las es. Ich las es gewissenhaft und zügig, denn mit jeder Seite wurden mir einige Dinge immer klarer. Warum ich meinen Bauch bekommen habe, warum ich immer Probleme mit Müdigkeit, mit Heißhungerattacken, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Schluckauf, Sodbrennen und hatte… einzig den Haarausfall konnte mir das Buch nicht erklären.

Einsicht

Mein Problem war der Weizen. Die Erkenntnis musste ich erst einmal verarbeiten, denn Weizen ist in unserer heutigen Nahrungsaufnahme elementar. Ohne Brot geht ja heute gar nichts mehr. Das in Weizen enthaltene Eiweiss ist der Kleber der die Welt zusammenhält. Eiweißkleber, eben! Wie soll man sich nun von dem trennen, was einen seit Kindestagen begleitet? Der Körper ist daraufhin optimiert… denkste!

Meine Einsicht kam in dem Moment, als ich wieder einmal von Sodbrennen geplagt wurde. Ich war schon immer der Überzeugung, dass bestimmte Nahrungsmittel zu meinem Sodbrennen führen müssen, denn es gab Tage an denen lief alles gut und ich war schmerzfrei. Und da gab eben auch Tage an denen lief es ganz und gar nicht gut und schmerzfrei.

Meine Ärztin veranlasste zahlreiche Untersuchungen auf Bakterien, Magenschleimhautentzündung, mehrere quälende Speiseröhrenuntersuchungen um Gewebeveränderungen, sprich Krebs, auszuschließen. Der Hautarzt untersuchte mich auf Allergien wie Gräser, Pollen und auch Weizen. Nichts. Keine oberflächliche Reaktion. Ein anderer Arzt hat mir sogar eine Magenoperation angeraten, bei der ich den Reflux loswerden sollte. Auf meine Frage, ob sich die Op auch noch nach Jahren ihre Wirkung beibehält, sagte er in etwa sowas wie “Nichts ist für die Ewigkeit”. Ob ich denn bei dem Knoten im Mageneingang jemals wieder Erbrechen könnte, z.B. wenn ich mal eine Nahrungsmittelvergiftung erleide, hat er kopfschüttelnd verneint und ließ mich daraufhin fluchtartig das Krankenhaus verlassen. Also ein ganz einfacher medizinischer Eingriff, der mir für Jahre die Lebensqualität raubt, mich womöglich am Ende doch noch niederstreckt. Toll. Ganz toll…

Rat meiner Hausärztin:

  • keinen Kaffee mehr
  • Bierkonsum drastisch reduzieren (dabei trinke ich kein Bier)
  • nicht zu fettig essen
  • nicht zu süß essen
  • nicht zu salzig essen
  • nicht zu würzig essen
  • nicht zu kalt essen und trinken
  • nicht zu heiß essen und trinken
  • nicht zu viel und
  • auf keinen Fall scharf essen!

Also absolute Zurückhaltung, Lebensqualität = 0

Ich habe mich ich mit der Vorstellung abgefunden, das ich defekt sei und
mich nun bis zum Ende meines Lebens mit Omeprazol vollstopfen müsste. Wenn man sich über Jahre mit Medikamenten zudröhnt, braucht man sich über Nebenwirkungen, wie Leberverfettung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Sehstörungen, Kopfschmerzen und gar Haarausfall nicht wundern!

Das Buch und dessen Anregung auf gewisse Nahrungsmittel zu verzichten, schienen mir daher viel zukunftsweisender zu sein und sollten ihre Chance gekommen. Wenn alles gut geht, könnte ich sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Bauch weg und Sodbrennen weg. Das motivierte mich.

Das Experiment

Innerlich habe ich schon lange gewusst, dass ich etwa bei sehr sauren Brotteig nach ca zwei bis vier Stunden Probleme mit meinem Sodbrennen bekommen werde. Also fing ich an zu experimentieren.

Es ist total faszinierend, wie schnell man sich an gewisse Umstände gewöhnt und wie einfach man Probleme als Bestandteil seines Daseins akzeptiert. Ich hab immer von "meinem Sodbrennen" besprochen, als wär's ein lieb gewonnenes Haustier, das zur Familie gehört. Dabei habe ich es gehasst. Und dieser Parasit von Leid ist (Achtung, Spoiler!) nun endlich raus aus dem Haus, das ich meinen Körper nenne!

Dem Buch nach sollte man einfach alles weglassen, was nur annähernd mit dem ultramoderenen, hochgezüchteten Weizen zu tn hat. Natürlich sind das die Dinge, die mir sehr geschmeckt haben: Brot, Brötchen, Baguette, Ciabatta, Burger, Kuchen, Schnitzel, Kekse, Frühstücksflocken… in nur allen erdenklichen Formen, Grössen und Farben. Das Auge ißt ja bekanntlich mit. Und darauf sollte ich nun verzichten. “Wow. Das ist nicht zu meistern”, redete ich mir ein und suchte verzweifelt weiterhin nach Ausreden. Was sollte ich denn zum Frühstück zu mir nehmen, wenn nicht Brot? Was gibt es zu Mittag, wenn nicht ein leckeres paniertes Schnitzel oder einen Weizen-Wrap? Für den Hunger zwischendurch vielleicht doch ein Döner? Und das Abendbrot? Ich meine das steckt schon die Lösung und das Problem in einem Wort: Brot, Abend-BROT!

Weil das Vorhaben Brot wegzulassen einfach zu viel auf einmal war, habe ich angefangen das Problem strukturiert anzugehen. “Fangen wir mit dem Frühstück an.”

Wenn man morgens, wie ein Kaiser essen soll, ist der größte Gewinn das Frühstück zu optimieren. Wenn ich also morgens auf Brot verzichten sollte, dann musste etwas Grundlegendes anderes auf den Tisch. Ich konnte ja nicht die Käsescheibe und die Wurst vom Teller kratzen… Nein. Welche Alternativen blieben mir: Bestimmte Müsli-Sorten, Yoghurt mit Früchten, Rohkost… Also nichts, was Spass und vor allem satt macht! Dachte ich zumindest…

Das entscheidende Detail aber fiel mir im Kühlschrank auf: wir hatten unbehandelte Hähnchenbrustfilets, die eigentlich zu Mittag vorgesehen waren. Konnte ich mir die Hähnchen nicht einfach schon morgens gönnen? … und so geschah es.

Mahlzeit!

Basis meiner Ernährungsumstellung sollte also Hähnchengeschnetzeltes sein. In der Pfanne gebraten und mit verschiedenem Gemuese dekoriert und mit Kräutern angereichert… Mhhh…

Von wegen “mmmhh”… es schmeckte furchtbar. Der Geschmack lag irgendwo bei stinkender Socke und Abwasser. Das konnte doch nicht sein, denn was ich da produzierte war doch nichts anderes als eine Gemüsepfanne mit Hähnchen. Mir fehlte eindeutig die richtige Würze und die Überzeugung das sich der Aufwand loht. Das Essen wollte nur wider willen durch meinen Kopf in den Bauch.

Zu allem Übel begann ich mein eEperiment ausgerechnet in der Woche, in der in meiner Firma ganztaegige Seminare abgehalten wurden. Keine Chance einen Happen zwischendurch reinzuschieben, auch keine Süssigkeiten… Und das Schlimmste: Kein Kaffee. Ich hatte mich mit einem 1,5 L Wasserflasche ausgerüstet und einem Apfel. Punkt. Es war das reinste Grauen. Ich hatte noch nie in meinem Leben einen Entzug machen müssen, aber was nun die nächsten Tage im Büro abgelaufen war, war so ziemlich mit einem Entzug schwerkranker Abhängiger vergleichbar. Ich war unruhig, nervös, hab mich vom Redner ablenken wollen, aber manachmal ging es einfach nicht. Ich habe gezittert, hatte ungeheure Kopfschmerzen, ich war launisch und die Welt war für mich am Abgrund. Mir ging es echt mies. Das ging die ganze Woche so.

Mittags griff ich in der Kantine oft zu einem großen Salat mit allem durcheinander was der Laden hergab. Rohost, gemischt mit dem Fleisch vom Vortag, allerlei Saucen, und Körner… ich war nicht mehr ich selbst. Ich war auf einer Abenteuerreise nach “Geschmack”. Aber ich wollte auch meinen neunen Prinzipien treu bleiben: Kein Weizen. Ausgerechnet zum Salat gibt es aber kostenlos Baguettescheiben! Wie sollte ich das nur Tag für Tag überstehen.

Am Abend wollte ich das zarte Pflänzlein meines frisch gesäten Vorhabens nicht sofort wieder vernichten, also machte ich mir ein paar saure Gurken mit Tomate und Thunfisch. Das hatte geschmack. Ich erkannte, dass ein extremer Wechsel meine Geschmacksnerven zufriedenstellen konnte. Hoffnung machte sich breit.

Ich korrigierte meine Fahrtrichtung, was den Inhalt meiner Frühstückspfanne anging, im Laufe der Woche mehrfach. Ich kaufte mir diverse Gewürze, Kräuter, Sambal Olek, Sambal Manis, Zwiebeln in klein und gross und Körner in allen Varianten. Dabei sollte es aber nicht bleiben, ich kramte meine alte Kochschürze aus und erkor ein ganz bestimmtes Küchenmesser zu meinen verlängerten Arm. Es war ein Teil von mir. Ich war eins mit dem Werkzeug und dem Gemüse.

Was dann folgte war die Erfüllung, die bis heute anhält.

Geheimrezept aus der Hölle

Seit jener Zeit breite ich meine morgendliche Hähnchen-Gemüse-Pfanne mit reichlich Olivenöl, vielen Körnern und vor allem sehr scharf zu. Ein großzügiger Esslöffel Sambal Olek oder neuerdings “Sriracha - sehr scharfe Sauce”, ein halber Teelöffel Pfeffer oder “Texas Ghost Pepper Sauce” und hin und wieder ein paar Ringe eingelegter Jalapeno machen mein Essen zu einem Höllenfeuer! Aber es ist genau so, wie ich es mag. Durch Pinienkerne, Sonnenblumen- und Kürbiskerne erhält das Essen einen gewissen Biss. Das Ganze wird mit eingelegter rote Bete oder saurem Saft aus dem Gurkenglas solange gekockt, bis alles schön durch ist. So mag ich es.

Beim Zubereiten blühe ich auf. Beim Essen genieße ich jeden Bissen. Es ist meine Kreation, die auf meine Geschmacksnerven abgestimmt ist. Es ist weizenfrei und ich kann davon so viel essen, wie ich mag. Ich kann essen bis ich satt bin, und muss keine Kalorien zählen. Der Magen ist gefüllt und vom Scharfen beteubt. So bin ich startklar. So kann ich meinen Tag beginnen.

Naschereien

Einige Monate nach Beginn merkte ich, dass ich Mittags nicht mehr so gefräßig war, wie noch vor dem Start der Aktion. Ein Apfel reichte so oft als Zwischenmahlzeit. Die Pausenzeit nutzte ich fortan, um meinen Körper in Bewegung zu setzen. Ich machte Mittags 30 Minuten lange Spaziergänge. Früh Nachmittags überkam mich häufig der Appetit, den ich mit einem 150g Yoghurt gestillt hatte. Das muss einfach sein, das ist inzwischen ein ritual. Die üblichen Naschereien, wie Gummibärchen und Bonbons, habe ich aufgegeben und zugunsten von allerlei Nüssen, wie Wahlnüsse, Haselnüsse, Erdnüsse, Mandeln getauscht. Das führte bisher dazu, dass ich keinen Hunger hatte, bis ich wieder Zuhause war. Dort angekommen, gab es wieder eine Kleinigkeit mit Tomate, saurer Gurke und Thunfisch… Ich könne mir auch ab täglich Schokolade, denn ich liebe Schokolade. Nur ist es keine Vollmilchschokolade mehr, sondern Edelbitter-Schokolade mit genau 70% Kakao Anteil. Da reicht bereits ein kleiner Brocken, ohne dass ich wieder eine Heißhungerattacke befürchten muss.

Es ist verrueckt. Ich habe frueher bis zu 3 Mahlzeiten am Tag zur mir genommen, die ich nun auf die Hälfte reduzieren konnte, ohne, dass der Kopf oder der Bauch etwas anderes verlangten. Seit dem bin ich im flow.

Errungenschaften

Nun lebe ich also seit 2016 nahezu weizenfrei. Die meisten meiner Beschwerden sind verschwunden. Ich habe kein Reflux mehr, kein Sodbrennen, wenig Kopfschmerzen, meine Heißhungerattacken sind deutlich zurück gegangen und meine Laune hängt nicht mehr allein vom Zuckerspiegel ab. Ich fühle mich wohl und so soll es bleiben.

Zur verbesserter Lebensqualität kommt noch die wichtigste Errungenschaft hinzu: Die Gewichtsreduktion!

Lange vor der Umstellung habe ich bereits aktibisch mein Gewicht vermessen. Fast jeden Morgen der letzten Dekade messe ich also den Zustand meines Gewichts und schreibe ihn in eine schon sehr alte aber einfache App: True Weight. Sie ist schon über 10 Jahre alt und ich liebe sie. Sie ist simpel und macht, was sie verspricht. Nicht mehr, nicht weniger.

Gewichtskurve 2013 bis 2018

Anhand der Grafik in True Weight kann ich nun sehen, welchen Erfolg eine Kalorienzählerei mit “Speck Ab!” hatte. Es war schon nicht schlecht, was man mit “Speck Ab!” erreichen konnte, aber den durchbruch habe ich nur mit dem Verzicht auf Weizen geschafft. Es war wichtig, dass die Zahlen relativ klar und unverfälscht im Kopf ankommen. Kalorienzählen wirkt einigermaßen gut, aber noch besser ist das Null-Weizen-Projekt.

Während ich SpeckAb! nutzte, wusste ich zwar, dass ich nicht mehr als 2000 kCal zu mir nehmen durfte, aber es war sauschwer sich daran zu halten. Diese Disziplin hatte ich selbst nicht. Ich habe volles Verständnis für jeden, der schwach wird, nachgibt und sich nach der quälenden Zurückhaltung in alte Muster verirrt.

Der Weizenverzicht hatte einen besseren Wirkungsgrad bei der Gewichtsabnahme als SpeckAb! und das deutlich. Innerhalb von nur 7 Wochen habe ich knapp 7 kg Gewicht verloren. Der Bauch wurde flacher und nahm meinen Kids die Grundlage ihrer Kritik.

Ich verstand, dass Weizen aus Kohlehydraten bestand und dies im Grunde Zucker ist. Verzichte ich also auf Weizen, verzichte ich auf Zucker. Das wiederum führt zu einer geringeren Fettumwandlung und -einlagerung, was sich auf das Gewicht auswirkt. Kenner nennen das Low-Carb-Diet. Auf einmal hat sich der Kreis geschlossen. Ganz von allein.

Das reduzierte Gewicht hilft mir nun an einer anderen Stelle weiter. Ich bin beweglicher, mobiler. Ich traue mir wieder den Sport zu, den ich vor meiner Hochzeit verübt habe. Damals war ich Joggen und stundenlang Radfahren. Ich wog damals 95 kg und dies ist mein mentaler Anker.

Standhaftigkeit aus Überzeugung

Ich habe schnell gemerkt, dass die Quellen der Verführung nahezu überall laueren. Seien es Geburtstage, ein Fussballspielabend mit Freunden oder einfachste Einkäufe. Man kann nicht einfach am Regal mit Keksen vorbeilaufen ohne sich zu ihnen zu wenden und sich zu fragen, ob man doch nicht wieder eine Packung mitnehmen sollte. Es ist wichtig sich die Vorteile der Standhaftigkeit klar zu werden und immer im Kopf zu behalten. Was passiert, wenn ich die Kekse mitnehme. Ich nehme nicht sofort von einer Kekspackung zu, ich werde vermutlich für ein paar Stunden Schmerzen leiden und Sodbrennen bekommen. Die sind aber auch irgendwann mal vorbei. Die Frage die hier zieht ist: Lohnt sich das? Ist die schnelle Belohnung es wirklich wert, seinen Prinzipien untreu zu werden? Soll es wirklich darin enden, die ganze Arbeit am Erfolg zu komrimitieren? Nein! Ich will meinen Weg gehen und mir nicht vorschreiben lassen, was ich zu mir nehmen soll und was nicht. Ich kann selbst die Entscheidung treffen den Dingen aus dem Weg zu gehen, die mich krank machen. Aus! Ich mach einen Bogen um Weizen. Punkt. Davon bin ich überzeugt und lebe sehr gut mit dieser Entscheidung.

Erkenntnisse

Viele Menschen, denen ich meinen Wandel erkläre, staunen und einige Distanzieren sich sogar von meiner Maßnahme. Sie sagen: “Wie soll ich auf mein Brot verzichten, es gibt ja sonst nichts zu Frühstücken…” Diese Fantasielosigkeit kommt mir irgendwie sehr bekannt vor.

Die Ausrichtung und Justierung der Gewohnheiten kommt nicht von allein. Das ist harte Arbeit und bedarf Disziplin nicht aufzugeben. Aber im Kern ist es sehr einfach und es kann jeder leisten. man muss lediglich klein anfangen, es reicht bereits nur Weizenprodukte wegzulassen.

Ich habe das Buch “Weizenwampe” mit Überzeugung gelesen. Ich habe meine innere Überzeugung mit dem Wechsel des Ambientes geknüpft. Ein sauberer und anregender Arbeitsplatz in der Küche hilft den Kopf auf Erfolg einzustimmen. Die Frau freut’s!

Wie geht es denn weiter?

Auf keinen Fall will ich in alte Muster verfallen und in Weizenprodukte konsumieren. Wenn dies passiert ist es nicht schlimm, aber es sollte absolute Ausnahme sein.

Als nächstes will ich mich dem Zucker widmen und versuchen ihn in Schach zu halten. Denn mit dem Verzicht auf Weizen und damit auf Zucker, habe ich eine ganz neue Wahrnehmung zur Süße festgestellt. Industrie Limo und andere zuckerhaltige Getränke sind mir nun einfach viel zu süß. Es ist sehr befreiend einfaches stilles wasser zu trinken. Ich habe etliche Wasser ausprobiert und habe eine Marke entdeckt, die mir sehr schmeckt.

Mein Ziel ist die 95 kg Marke zu knacken. Mal sehen, wann dies soweit sein wird… Gleichzeitig muss ich mich um meine Fitness kümmern. Es reicht nicht nur auf Diet zu sein, die neuen Möglichkeiten der Bewegung laden geradezu ein sich körperlich auszutoben… also ab in die Laufschuhe oder ins Schwimmbad! Oder mal was ganz neues… wie wär’s mir Klettern bzw. Bouldern? Ja. Bouldern gefällt mir. Warum hab ich das nicht schon vorher ausprobiert?


07.07.2018

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