25.08.2018

Öfter mal den Routerstecker ziehen

Wenn mal wieder die Highspeed-Internetverbindung ihren Namen nicht gerecht wird, sollte man einige Handgriffe beherrschen, um herauszufinden, wo ein Fehler vorliegt, oder ob man schlicht den Router an die Wand werfen kann…


Es ist einmal wieder soweit. Es ist Samstag und die Internetverbindung erinnert mich an die Zeit der Modems mit 9600 Baud, bei denen man stundenlang warten mußte bis ein Bild, geschweige denn die ganze Internetseite geladen wurde.

Ist man Highspeed jenseits der 50 MBit/s gewohnt, fragt man sich da zurecht, ob ein Defekt vorliegt. Hier ein paar Schritte, die man durchführen sollte, um die Qualität der Leitung zu prüfen:

Laufzeiten checken

Für einen generellen Überblick sollte man sich die Laufzeiten der Pakete im Netz anschauen. Traceroute erfüllt den Zweck vollkommen (hier Mac-Style):

$ traceroute damianthater.com
traceroute to damianthater.com (87.98.247.3), 64 hops max, 52 byte packets
 1  fritz.box (192.168.0.1)  9.403 ms  4.191 ms  8.646 ms
 2  62.155.x.x (62.155.x.x)  15.939 ms  8.865 ms  10.933 ms
 3  217.239.x.x (217.239.x.x)  20.320 ms  14.961 ms  16.867 ms
 4  * * *

Ich sehe, dass mein Router selbst die Antworten mit gerade mal 4 bis 9 ms herausgibt. An der Leitung kann mein Problem also nicht liegen.

Router-Status prüfen

Der FRITZ!Box Router ist bei mir unter 192.168.0.1 erreichbar. Nach der Anmeldung finde ich Statusmeldungen unter System -> Ereignisse.

Nichts Außergewöhnliches.

Auch die Energiebelastung von 71% ist meiner Ansicht nach normal. Es hängen zwar einige WLAN Geräte dran, aber die verursachen kaum Last. Um das zu kontrollieren schaue mir lieber die Internet-Nutzung genauer an.

Netzwerk-Last anschauen

Unter Internet -> Online-Monitor wird mir der aktuelle Traffic angezeigt.

Online-Monitor der Fritz!Box

Keine Ausschläge beim Traffic, also alles Tutti!

Action!

So, nun scheint mein Router also der Engpass zu sein. Ich kann surfen, aber eben nur unerträglich langsam. Es kann also sein, dass der Router selbst einen Schluckauf hat. Um dem entgegenzuwirken, wir der Router kurzerhand vom Netz getrennt. Ein paar Sekunden später, kann ich ihn wieder anschließen und warte gespannt auf die Verbindung.

Die LEDs meines Routers blinken wild aber schlußendlich stabilisiert sich das Ganze und die äußerste LED, die also, die mir die Verbindung zum Netz zeigt, leuchtet dauerhaft.

Internet vorhanden. Das sagt auch das Protokoll des Routers:

25.08.18 12:05:37 IPv6-Präfix wurde erfolgreich bezogen. Neues Präfix: 2003:ee:x:x::/56
25.08.18 12:05:37 Die Systemzeit wurde erfolgreich aktualisiert von Zeitserver 174.138.107.7.
25.08.18 12:05:36 Internetverbindung IPv6 wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 2003:ee:x:x:eadf:70ff:x:x
25.08.18 12:05:36 Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 79.252.x.x, 
	DNS-Server: 217.237.150.115 und 217.237.151.205, Gateway: 62.155.x.x, 
	Breitband-PoP: SOMEPOOP, LineID:x.DEU.x.WHATSOEVER
25.08.18 12:05:36 Information des Anbieters über die reale Bandbreite: 55504/10852 kbit/s
25.08.18 12:05:28 DSL ist verfügbar (DSL-Synchronisierung besteht mit 109342/37800 kbit/s).
25.08.18 12:03:55 DSL-Synchronisierung beginnt (Training).

Auch das Traceroute-Ergebnis überzeugt nun:

$ traceroute damianthater.com
traceroute to damianthater.com (87.98.247.3), 64 hops max, 52 byte packets
 1  fritz.box (192.168.0.1)  2.058 ms  1.667 ms  1.198 ms
 2  62.155.x.x (62.155.x.x)  5.550 ms  5.975 ms  5.866 ms
 3  217.239.x.x (217.239.x.x)  16.383 ms  13.684 ms  16.171 ms
 4  * * *

Die interne Laufzeit schwankt zwischen den bekannten 1-2 ms. Auch das Internet ist wieder das alte… äh neue. So kann’s von mir aus immer aussehen.


25.08.2018

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